Geschichte des Papst-Daches

Papstbesuch in Bayern

Messe mit dem Papst

Am 12. September 2006 feierte der Papst Benedikt XVI. auf dem Islinger Feld bei Regensburg eine Messe mit ca. 200.000 Gläubigen.

Zu diesem Großereignis wurde eigens die Autobahn - die am Islinger Feld vorbei führt - für diesen Tag gesperrt, bzw. sogar zum Busparkplatz umfunktioniert. Auch alle Schüler in Bayern hatten an diesem Tag, der ursprünglich als erster Schultag im neuen Schuljahr vorgesehen war - frei, um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Um einen würdigen Rahmen für diese einmalige Veranstaltung zu bieten, wurde ein weißer Baldachin zur Überdachung der Altaranlagen gebaut. Auf vier 17 m hohen Säulen wölbte sich eine weiße, leichte Zeltkonstruktion.

Begeistert von der aussergewönlichen Konstruktion und Optik des Daches, sowie von der Idee dieses einmalige Zelt weiterhin positiv zu nutzen - entschloss sich der Unternehmer Wilhelm Sturm, Geschäftsführer der Sturm-Gruppe in Salching bei Straubing das Papst-Dach zu erwerben.
 

Umzug nach Salching

Papstzelt in Salching

Nun wurde das Papst-Dach nach Salching geholt und auf dem Firmengelände der Sturm-GRUPPE neu aufgebaut. Das Papst-Zelt wurde zwischen die beiden Gebäudebereiche der Sturm-Gruppe auf einer Fläche von ca. 10.000 m² integriert.

Zelt-Dach fest verankert

Verankerung Papst-Zelt

Das Papst-Dach bildet den Mittelpunkt des Veranstaltungsgeländes und dient als Bühnen-Überdachung. Hierzu wurde eine rund 1.000 m² große und 1,5 m hohe Aufschüttung vorgenommen, diese Erhöhung soll als Bühne dienen. Vier tonnenschwere Fundamente wurden für das Dach einbetoniert, so weiß Herr Biederer von der Firma Ohneis, die mit den Bauarbeiten für das Veranstaltungszentrum beauftragt worden ist, zu berichten. Anschließend wurde das Gelände unter dem Zeltdach aspaltiert.

Wind- und wetterfest

Fliegendes Bauwerk

Da das Papst-Dach als sogenanntes "fliegendes Bauwerk", also nicht als fest installiertes Dach geplant wurde, musste die Statik neu berechnet werden. Herr Rupert Janker - Vorsitzender des Fördervereins und Projektleiter bei der Sturm-GRUPPE, wies insbesondere auf die Schnee- und Windlast hin, der das Zeltdach dauerhaft ausgesetzt ist. Die 17 Tonnen schwere Dachkonstruktion musste verstärkt werden um eine sichere, dauerhafte Aufstellung zu garantieren. Zudem erhielt die Zelthaut in der Mitte einen Wasserabfluss, denn so etwas war bisher nicht vorgesehen.

Licht an! Ohren auf!

Scheinwerfer und Lautsprecher unter dem Dach

Was wäre ein Veranstaltungszelt ohne Licht und ohne Akkustik-Verstärkung! So wurden zusätzliche Kabelkanäle eingebaut, die die Stromleitungen für Licht und Ton beherbergen. Fest installiert sind Scheinwerfer und Lautsprecher - wettergeschützt unter dem Zeltdach

"Fest"-Wiese

Wetterfester Untergrund

Um jede Veranstaltung auch wirklich zu einem Fest werden zu lassen, wurde die Wiese um, insbesondere vor dem Zelt-Dach befestigt. Regenfälle verwandeln so die Wiese nicht zu einem "Schlammfeld", sondern der Besucherbereich bleibt gut begeh- bzw. bestuhlbar.

Papst-Dach als Grundlage des Centro Bendetto

Förderverein Centro Benedetto

Die Grundidee "Gutes zu tun - unter dem Papst-Dach" wurde mit der Gründung des Förderverein "Centro Bendetto e.V." umgesetzt.

"Es ist nicht der Fall, dass wir die Investion in das Zelt-Dach und den Ausbau des Geländes als neuen Geschäftszweig betrachten. Vielmehr entsteht hiermit eine soziale Einrichtung", erklärt Papst-Dach Erwerber Wilhelm Sturm.

Herr Sturm übergab das Papst-Dach dem Förderverein, der Veranstaltungen organisiert und das Gelände auch an Dritte vermietet. Der Reinerlös fließt zu 100 % karitativen Zwecken zu.